Reich der Mitte: feurig, zart, umami
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Gizem Ödemis
Reiseexpertin für China
Aktualisiert am 14.03.2025
Als “das erste Gericht, das man in China probieren sollte”, war die Pekingente einst eine königliche Speise im mittelalterlichen China. Seit den 1970er-Jahren gilt sie als “Nationalgericht der Diplomatie”, nachdem sie Premier Zhou Enlai erstmals zur Bewirtung ausländischer Gäste einsetzte – spätestens seitdem genießt sie weltweiten Ruhm. Besonders geschätzt wird sie für ihre dünne, knusprige Haut.
Traditionell wird die in Scheiben geschnittene Ente mit dünnen Pfannkuchen, süßer Bohnensoße oder Sojasoße mit zerdrücktem Knoblauch serviert. Ein Bissen in die knusprige Entenhaut und man versteht sofort, warum Pekingente seit Jahrhunderten Genießer begeistert.
Kungpao-Chicken ist wahrscheinlich das bekannteste chinesische Hühnchengericht außerhalb Chinas, ist aber auch eine authentische und traditionelle Speise, die man in vielen Restaurants in China findet. Ursprünglich stammt es aus der Provinz Sichuan und wird für seine aufregende Geschmackskombination geschätzt.
Es vereint Hühnchen, geröstete Erdnüsse und Gemüse, aber die besondere Note erhält es durch Sichuan-Pfeffer und getrocknete Chilis. Zudem verleiht Essig dem Gericht eine angenehme Säurenote, die perfekt mit der Schärfe harmoniert. Während viele die westliche Variante kennen, ist das Original dank Sichuan-Pfeffer duftend, scharf und prickelt leicht auf der Zunge.
Schweinefleisch süß-sauer stammt ursprünglich aus der kantonesischen Küche und gehört zu den beliebtesten chinesischen Gerichten weltweit. Es besteht aus knusprig frittierten Schweinefleischstücken, die in einer aromatisch-intensiven Soße aus Essig, Zucker und Sojasoße geschwenkt werden. Dadurch entsteht eine perfekte Balance aus Süße und Säure, die dem Fleisch eine frische Note verleiht.
Oft werden Paprika und Ananas hinzugefügt, um dem Gericht zusätzliche Textur und Geschmack zu geben. Im Laufe der Zeit entstanden verschiedene Variationen, um unterschiedliche Vorlieben zu bedienen – heute kann das Schweinefleisch auch durch Hühnchen, Rindfleisch oder Schweinerippchen ersetzt werden.
Beim Hotpot steht in der Esstisch-Mitte ein köchelnder Topf mit Brühe auf einem Kochfeld, um den sich Gewürze und Zutaten wie Fleisch, Meeresfrüchte, Gemüse und Nudeln befinden. Jeder kann nach Belieben Zutaten in die Brühe geben und direkt garen.
Das Geheimnis eines guten Hotpots liegt in der Brühe – sie verleiht dem Essen ihr Aroma und gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen, von scharfem Sichuan-Stil bis zu milderen, kräuterbasierten Varianten. Chinesen lieben Hotpot – eine gesellige Art zu essen, bei der Familie und Freunde zusammenkommen, um zu plaudern und zu genießen.
Dim Sum bezeichnet eher eine Art der Speisenpräsentation als ein einzelnes Gericht. Es ist fester Bestandteil der kantonesischen Esskultur und kombiniert viele kleine Gerichte in einer Mahlzeit.
Heute gibt es über tausend Dim-Sum-Gerichte: Von knusprig gebratener Rettichkuchen über Garnelen-Dumplings (Teigtaschen) bis hin zu Siu Mai (Dampftäschchen) – die Vielfalt macht das Erlebnis einzigartig und ist weitaus spannender als sich nur auf eine einzelne Variante zu beschränken. Ursprünglich stammt Dim Sum aus der Stadt Guangzhou, wo es üblich ist, morgens oder mittags Tee zu trinken und dabei Dim Sum zu genießen.
Egal, ob gedämpft, gekocht oder knusprig gebraten – Dumplings, auch Jiaozi genannt, vereinen Kohlenhydrate, Proteine und Gemüse in einem einzigen Bissen. Essig und Chiliöl gehören zu den besten Begleitern für die chinesischen Teigtaschen. Jiaozi sind besonders in Nordchina sehr beliebt und bestehen aus einer dünnen Teighülle, die mit Schweinehack, gehackten Garnelen, Hähnchen, Rindfleisch oder Gemüse gefüllt ist.
Auch zum chinesischen Neujahrsfest gehören Teigtaschen traditionell dazu. Da ihre Form an alte chinesische Silberbarren erinnert, heißt es, je mehr Teigtaschen man isst, desto mehr Geld bringt das neue Jahr.
Mapo-Tofu hat eine über 100-jährige Geschichte in der Sichuan-Küche. Seine Kombination aus seidigem Tofu, Schweine- oder Rinderhack, würziger Bohnenpaste, Chilipaste und dem leichten Prickeln des Sichuan-Pfeffers macht dieses Gericht zu einem Favoriten für Liebhaber scharfer Speisen.
Die Erfinderin von Mapo-Tofu soll eine Großmutter aus Chengdu gewesen sein. Ihr Gesicht war angeblich stark von Pockennarben gezeichnet, weshalb das Gericht nach ihr benannt wurde – “Ma” bedeutet pockennarbig, “Po” steht für Großmutter. Ihr duftendes, scharfes Gericht wurde schnell populär und verbreitete sich später bis nach Japan, wo es ebenfalls geschätzt wird.
Chow Mein ist ein Pfannengericht, das äußerst vielseitig ist und gebratene Nudeln mit verschiedenen Zutaten wie Fleisch, Gemüse oder Meeresfrüchten kombiniert. Die Nudeln werden mit Sojasoße, Knoblauch, Ingwer und weiteren Gewürzen angebraten.
Es entstand in der Provinz Jiangsu: Eine Frau versorgte die Arbeiter, die einen großen Damm am Gelben Fluss bauten, und stellte fest, dass Speisen im heißen Wetter schnell verdarben. Also entwickelte sie Chow Mein – ein Gericht, das länger haltbar, leicht aufzuwärmen und schnell zu essen ist. Seitdem wurde das Pfannenbraten zu einer beliebten Methode, Nudeln zuzubereiten.
Gebratener Reis ist ein Klassiker der chinesischen Küche, bestehend aus angebratenem Reis mit Ei, Gemüse, Meeresfrüchten oder Fleisch, der sich leicht aus übrig gebliebenem Reis zubereiten lässt.
Der Legende nach ließ ein Diplomat der späten Qing-Dynastie seinen Koch ein Gericht kreieren, das Chinesen und Ausländer begeistern sollte. Ob als edle Version mit Abalone und Trüffeln oder als einfache Resteverwertung – jede gute Variante von gebratenem Reis zeichnet sich durch zwei Dinge aus: locker-körnigen Reis und Wok-Hei (auch „Atem des Woks“), das einzigartige Röstaroma, das beim Braten auf hoher Hitze entsteht.
Wonton-Suppe ist ein chinesisches Gericht, das sich weltweit in vielen Restaurants etabliert hat. Sie besteht aus zarten Wontons, eine Art chinesischer Teigtaschen. Im Gegensatz zu Jiaozi haben sie weniger Füllung, eine deutlich dünnere Teighülle und ihre Form variiert je nach Falttechnik.
Die Füllung besteht meist aus gehacktem Schweinefleisch oder fein gewürfelten Garnelen. Die Wontons schwimmen in einer aromatischen, klaren Brühe. Frische Frühlingszwiebeln sorgen für eine feine Würze, und oft werden Chinakohl und dünne Eiernudeln der Brühe hinzugefügt. Besonders in der kalten Jahreszeit ist diese Suppe ein wärmender Genuss.
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