Afrikanische Kochkunst mit Fisch, Getreide und Wurzeln
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Marlene Gube
Reiseexpertin für Uganda
Aktualisiert am 14.03.2025
Matoke ist eines der bekanntesten traditionellen Gerichte Ugandas, besonders beliebt bei den Bantu-Stämmen. Es besteht aus grünen Kochbananen, die gedämpft und anschließend zu einem Püree verarbeitet werden. Traditionell wird Matoke in Bananenblätter eingewickelt und über Dampf gegart, als Beilage zu Fleisch oder Gemüse serviert und mit verschiedenen Soßen kombiniert, beispielsweise einer Erdnusssoße.
In manchen Regionen werden die Kochbananen mit der Schale gegart und gelegentlich wird Matoke auch mit Zwiebeln, Tomaten und Gewürzen gebraten – egal in welcher Variante: Wer Uganda besucht, kommt an Matoke nicht vorbei.
Luwombo ist ein wahrhaft königliches Gericht: Es wird angenommen, dass es im späten 19. Jahrhundert vom persönlichen Koch von Kabaka Mwanga im Königreich Buganda erstmals zubereitet wurde. Heute ist es nicht mehr nur dem Adel vorbehalten, sondern fester Bestandteil der traditionellen ugandischen Küche. Für die Zubereitung werden Hühner-, Ziegen- oder Rindfleischstücke langsam in Bananenblättern bei geringer Hitze gegart.
Die besondere Note erhält Luwombo durch eine Erdnusssoße, die oft mit Pilzen, Trockenfisch oder geräuchertem Fleisch zur Geschmacksintensivierung verfeinert wird. Luwombo wird traditionell mit Matoke, Reis, Maniok (Wurzelgemüse) oder Chapati (Fladenbrot) serviert.
Nein, nicht die Luxusuhr – nur in Uganda findet man eine günstige Rolex, frisch zubereitet an fast jedem Straßenstand. Der Name bedeutet so viel wie „gerollte Eier“, denn es handelt sich um ein in Chapati (Fladenbrot) gewickeltes Eieromelett mit gehackten Zwiebeln und Gemüse.
Einige Straßenverkäufer fügen zusätzliche Zutaten oder Soßen hinzu – je nach Vorliebe. Rolex ist so einzigartig und köstlich, dass fast jeder Ugander seinen eigenen Lieblings-Rolextyp hat. Diese Begeisterung schafft eine besondere Verbundenheit – so sehr, dass es sogar ein eigenes Festival für den Snack “Rolex” gibt.
Nsenene ist zweifelsohne eines der ungewöhnlichsten Gerichte Ugandas. Es besteht aus frittierten essbaren Buschgrillen, die mit Salz und Zwiebeln verfeinert werden. Beine, Fühler und Flügel werden vor dem Braten im eigenen Fett entfernt, bevor sie an Straßenständen verkauft werden. Nsenene steht für die Artenvielfalt Ugandas und zeigt, wie einfache Zutaten in nahrhafte Spezialitäten verwandelt werden.
Die Insekten werden meist als Snack gegessen und wegen ihrer knusprigen Konsistenz, ihres hohen Nährwerts und ihres einzigartigen, nussigen Geschmacks geschätzt. Da das weltweite Interesse an essbaren Insekten wächst, lohnt es sich, Nsenene zu probieren.
Das Thema Krabbeltiere setzt sich fort: Dieses Mal sind frittierte Termiten, in Uganda oft als „weiße Ameisen“ bezeichnet und bekannt als Nswaa, ein Gericht mit hohem Nährwert, das sowohl an Straßenständen als auch in Restaurants angeboten wird. Die geflügelten Termiten schwärmen während der Regenzeit in großer Zahl aus und werden gesammelt, bevor sie mit Gewürzen geröstet oder gebraten werden.
Eine gängige Zubereitungsart besteht aus Nswaa-Termiten, Knoblauch, Tomaten, Rapsöl, Zwiebeln, Chili und Salz. Mit Zitronensaft beträufelt wird es gerne mit Ugali (Maisbrei) gegessen – geschätzt von Kindern ebenso wie von Feinschmeckern.
Fleischliebhaber würden Muchomo wahrscheinlich als “himmlisch” bezeichnen: Es handelt sich dabei um knusprig gebratenes Fleisch am Spieß, das in der Regel mit frischem Salat oder Pommes serviert wird. Muchomo ist im Wesentlichen ein bodenständiges, aber köstliches Festmahl, das aus allen möglichen Fleischsorten bestehen kann – von Ziege über Rind bis hin zu Lamm.
Als eines der beliebtesten Gerichte Ugandas wird es fast überall angeboten, von Straßenständen bis hin zu gehobenen Restaurants. Muchomo wird häufig mit Gonja (gerösteten süßen Kochbananen) serviert und kann auch als Snack genossen werden.
Man hat Schweinefleisch erst wirklich probiert, wenn man Kikalayi gegessen hat, denn es sorgt für eine Geschmacksexplosion: Zartes Schweinefleisch wird in einer köstlichen Mischung aus Curry, Tomaten, Zwiebeln und manchmal Kohl mariniert und anschließend perfekt gebraten.
Der Name Kikalayi leitet sich von den robusten, großen Bratpfannen ab, die traditionell für die Zubereitung verwendet werden. Kikalayi wird typischerweise mit gekochtem Maniok, Matoke, Posho (Maisbrei), Kwon/Kalo (Hirsebrot) und Kachumbari (eine erfrischende Tomaten-Zwiebel-Salsa) serviert. Am besten genießt man es in geselliger Runde, weshalb es oft auf einem großen runden Tablett angerichtet wird.
Kikomando ist ein einfaches, preiswertes Gericht, bestehend aus zerkleinerten Chapati-Stücken und Bohnen. Optional kann Avocado hinzugefügt werden, während einige Variationen Fleisch oder Soße enthalten und mit einem Spiegelei getoppt werden.
Erst in den frühen 2000er-Jahren kam es als beliebtes Frühstücks- oder Mittagsgericht auf und der Name stammt vermutlich vom Suaheli-Wort für “Kommando“ und bezieht sich auf die herzhafte Natur des Gerichts, die die Menschen den ganzen Tag über bei Laune hält. Später wurde es in einem Lied von Bobi Wine, einem beliebten ugandischen Sänger, erwähnt und erlangte noch mehr Ruhm.
Mkate Wa Mayai bedeutet übersetzt “Brot und Eier”, auch wenn Brot eigentlich nicht Bestandteil des Gerichts ist. Das Gericht hat arabische Wurzeln: Obwohl nur eine kleine Minderheit der Bevölkerung muslimisch ist, ist die arabische Küche in vielen Gegenden des Landes präsent.
Der Teig besteht aus Weizenmehl, wird zu einem dünnen Pfannkuchen geformt, mit Hackfleisch und rohem Ei gefüllt, dann zu einem Päckchen gefaltet und auf einer heißen Platte gebraten. Die Eier bekommen eine geschmeidige, pochierte Konsistenz, wenn sie sich mit dem Hackfleisch vermischen – ein Genuss für jeden.
Mandazi ist ein einfaches und köstliches Gebäck: Ein süßes, frittiertes Straßenessen, das oft als Dessert oder Zwischenmahlzeit genossen wird. Die Grundzutaten sind Wasser, Hefe oder Backpulver, Zucker und Mehl. Nach dem Mischen wird der Teig dreieckig geformt, frittiert und mit Zimt oder Zucker bestreut.
Die besten Mandazi sind außen knusprig und goldbraun, innen weich und fluffig. Ursprünglich stammt Mandazi von der Suaheli-Küste, aber mittlerweile aus der ugandischen Esskultur nicht mehr wegzudenken. Viele ugandische Frauen erinnern sich daran, wie sie als Kinder bei der Zubereitung halfen und Mandazi zur Teezeit genossen.
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